Pumpende Atmung bei Ihrer Katze: Ursachen & Hilfe

28. Dezember 2025 Von chrissi Aus
pumpende atmung bei katzen

Es ist ein beunruhigender Anblick: Ihr Stubentiger atmet schwer, der Brustkorb bewegt sich ungewöhnlich stark. Solche auffälligen Atembewegungen sind immer ein Warnsignal.

Sie deuten darauf hin, dass Ihr Tier Mühe hat, genug Luft zu bekommen. Der lebenswichtige Sauerstoffaustausch ist gestört.

Fachleute sprechen dann von Atemnot. Dieser Zustand ist für Ihr Haustier extrem belastend und immer ein Notfall.

Dieser Artikel erklärt, was dahinterstecken kann. Sie lernen die typischen Anzeichen kennen und warum der Besuch beim Tierarzt so wichtig ist.

Inhaltsverzeichnis

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Eine pumpende Atmung ist ein ernstes Alarmsymptom und kein normales Verhalten.
  • Sie zeigt, dass der Sauerstoffaustausch im Körper beeinträchtigt ist.
  • Weitere Anzeichen für Atemnot sind Maulatmung, Unruhe und eine bläuliche Schleimhaut.
  • Häufige Ursachen sind schwerwiegende Erkrankungen wie Asthma oder Herzerkrankungen.
  • Bei diesen Symptomen müssen Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.
  • Der Artikel führt Sie von den ersten Anzeichen über die Diagnose bis zu Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist eine pumpende Atmung und wann ist sie besorgniserregend?

Eine normale Atmung bei Katzen ist kaum wahrnehmbar – Abweichungen davon sind ein Alarmsignal. Um einschätzen zu können, was bedenklich ist, müssen Sie zunächst wissen, wie die unauffällige Atemtätigkeit aussieht.

Normale Atmung vs. auffällige Atmung bei Katzen

Gesunde Samtpfoten atmen meist ruhig durch die Nase. Diese Nasenatmung hat einen wichtigen Grund.

Sie befeuchtet und filtert die Luft. Zudem hilft sie bei der Temperaturregulierung. Das Einatmen ist eine aktive Bewegung, das Ausatmen geschieht passiv.

Von einer pumpenden oder angestrengten Atmung spricht man, wenn die Bauchmuskulatur sichtbar arbeitet. Der gesamte Brustkorb bewegt sich deutlich.

Das Tier muss Kraft aufwenden, um Luft zu holen. Dies ist ein klares Anzeichen für eine massive Belastung.

Die Atemfrequenz, also die Anzahl der Züge pro Minute, ist ein guter Indikator. Im Ruhezustand liegt sie in der Regel zwischen 20 und 30.

Zählen Sie die Bewegungen des Brustkorbs über 30 Sekunden und verdoppeln Sie den Wert. Höhere Werte können auf Probleme hindeuten.

Warum die Atmung lebenswichtig ist: Sauerstoff und Kohlendioxid

Der zentrale Zweck der Atmung ist der Gasaustausch in der Lunge. Sauerstoff wird aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben.

Dieser Prozess versorgt jede Zelle mit Energie. Ist er gestört, leidet der gesamte Organismus schnell.

Ein besonderes Phänomen ist das Hecheln mit offenem Maul. Bei einem Hund ist dies ein normales Mittel zur Kühlung.

Bei Ihrer Katze ist es dagegen selten und oft ein Warnzeichen. Es kann auf Hitze, extreme Anstrengung oder ernste Erkrankungen hindeuten.

Auch Aufregung oder Stress können die Atmung kurzzeitig beschleunigen. Kehrt sie danach nicht schnell zur Normalität zurück, ist die Ursache möglicherweise schwerwiegender.

Eine sichtbar pumpende Atmung bedeutet immer, dass Ihr Tier mit großer Anstrengung atmet. Dieser Zustand erfordert eine umgehende Abklärung durch den Tierarzt.

So erkennen Sie Anzeichen von Atemnot bei Ihrer Katze

Atemnot bei Samtpfoten manifestiert sich nicht nur durch sichtbare Anstrengung, sondern auch durch subtilere Signale. Eine systematische Beobachtung hilft Ihnen, potenzielle Probleme früh zu identifizieren.

Die folgenden Anzeichen geben Ihnen Sicherheit bei der Einschätzung.

Alarmzeichen: Pumpende Atmung, Maulatmung und blaue Zunge

Bestimmte Symptome erfordern sofortiges Handeln. Eine stark angestrengte, pumpende Bewegung des Brustkorbs ist das deutlichste Signal.

Das Tier atmet mit großer Kraft. Oft spreizt es dabei die Ellbogen vom Körper ab, um den Brustraum zu erweitern.

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Noch bedenklicher ist eine Maulatmung. Bei Hunden ist sie normal, bei Ihrer Katze jedoch ein schwerwiegendes Warnzeichen.

Sie deutet fast immer auf eine ernste Erkrankung hin. Die Ursache liegt oft in der Lunge oder am Herz.

Die gefährlichste Erscheinung ist eine bläuliche Verfärbung von Zunge oder Zahnfleisch. Diese Zyanose zeigt akuten Sauerstoffmangel.

Hierbei handelt es sich um einen absoluten Notfall. Sie müssen unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen.

Atemnot Symptome Katze

Weitere Symptome: Schnelle Atmung, Atemgeräusche und Verhaltensänderungen

Neben den akuten Alarmzeichen gibt es weitere wichtige Indikatoren. Kontrollieren Sie die Atemfrequenz Ihrer Katze im Ruhezustand.

Zählen Sie über 30 Sekunden, wie oft sich der Brustkorb hebt. Verdoppeln Sie den Wert für die Anzahl pro Minute.

Ein Wert von über 60 Zügen in der Minute (Tachypnoe) ist besorgniserregend. Dies kann auf Asthma oder eine Herzerkrankung hindeuten.

Achten Sie auch auf ungewöhnliche Geräusche. Pfeifen, Röcheln oder knisternde Laute sind keine Normalfälle.

Solche Atemgeräusche deuten auf Verengungen oder Flüssigkeit in den Atemwegen hin. Auch chronischer Husten oder Würgen sind relevante Symptome.

Das Verhalten Ihres Tieres liefert entscheidende Hinweise. Viele Tiere werden unruhig und finden keine bequeme Liegeposition.

Sie sitzen oft mit aufgerichtetem Oberkörper, um das Atmen zu erleichtern. Appetitlosigkeit und Abwehr von Berührungen sind weitere Warnsignale.

Hecheln bei Katzen: Wann es harmlos und wann es gefährlich ist

Das Hecheln mit offenem Maul ist bei Katzen selten. Der Grund für dieses Verhalten ist meist die Thermoregulation nach starker Anstrengung oder an sehr heißen Tagen.

In diesen Fällen normalisiert sich die Atmung innerhalb weniger Minuten. Bleibt das Hecheln jedoch bestehen oder tritt es ohne erkennbaren Auslöser auf, ist Vorsicht geboten.

Dann kann es ein Symptom für Atemnot oder starke Schmerzen sein. Beobachten Sie Ihre Katze in dieser Situation genau.

Nutzen Sie diese praktische Checkliste, um die Situation einzuschätzen:

  • Sichtbare Anstrengung: Starkes Heben und Senken des Brustkorbs oder Bauches.
  • Maulatmung: Atmen durch das geöffnete Maul.
  • Bläuliche Schleimhäute: Verfärbung von Zunge oder Zahnfleisch.
  • Hohe Frequenz: Mehr als 60 Atemzüge pro Minute in Ruhe.
  • Atemgeräusche: Pfeifen, Röcheln, Schnarchen oder Knistergeräusche.
  • Verhaltensänderung: Unruhe, angespannte Haltung, verweigerte Nahrungsaufnahme.
  • Begleitsymptome: Husten, Fieber oder plötzliche Schwäche.

Treffen mehrere Punkte zu, liegt sehr wahrscheinlich eine behandlungsbedürftige Atemnot vor. Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mögliche Ursachen für pumpende Atmung und Atemnot

Verschiedene gesundheitliche Störungen können dazu führen, dass Ihr Stubentiger Schwierigkeiten hat, Luft zu bekommen. Die Ursachen lassen sich oft dem betroffenen Bereich des Atemtrakts zuordnen.

Eine genaue Diagnose durch den Tierarzt ist unerlässlich. Die Behandlung unterscheidet sich je nach zugrundeliegendem Problem radikal.

Ursachen Atemnot Katze

Probleme in den oberen Atemwegen: Fremdkörper, Entzündungen, Tumore

Die oberen Luftwege umfassen Nase, Rachen und die Luftröhre. Eine Blockade hier behindert den Luftstrom sofort.

Ein verschluckter Fremdkörper wie ein Grashalm ist ein klassischer Auslöser. Er verlegt die Passage mechanisch.

Schwere Infektionen führen zu Entzündungen und Schwellungen. Auch gutartige Wucherungen wie Polypen oder bösartige Tumore nehmen Raum weg.

Selten kann die Luftröhre selbst kollabieren. Dies erschwert das Einatmen erheblich.

Erkrankungen der unteren Atemwege: Asthma, Bronchitis, Lungenentzündung

In der Lunge und den Bronchien liegen häufige Ursachen für chronische Atemnot. Felines Asthma ist eine Überempfindlichkeitsreaktion.

Die Bronchien verkrampfen sich und schwellen an. Bestimmte Rassen wie Siamkatzen sind prädestiniert.

Die Therapie des felinen Asthmas ähnelt oft der beim Menschen – mit angepassten Medikamenten und Dosierungen.

Eine einfache Bronchitis oder eine eitrige Lungenentzündung durch Bakterien oder Viren sind weitere Möglichkeiten. Selbst Parasiten wie Lungenwürmer kommen als Grund infrage.

Herzerkrankungen als häufiger Auslöser

Chronische Herzerkrankungen sind bei älteren Katzen eine sehr häufige Ursache. Ein schwaches Herz pumpt nicht mehr effizient.

Das führt zum Rückstau von Flüssigkeit in die Lunge – ein Lungenödem entsteht. Der Gasaustausch ist massiv beeinträchtigt.

Im Gegensatz zum Husten bei Hunden zeigen Katzen dann oft die typische angestrengte Atemtätigkeit. Maulatmung und Hecheln sind alarmierende Zeichen.

Weitere Ursachen: Verletzungen, Vergiftungen und Stoffwechselprobleme

Nicht immer liegt der Grund in den Atemwegen selbst. Traumatische Verletzungen wie Rippenbrüche oder ein Zwerchfellriss beeinträchtigen die Mechanik.

Raumfordernde Prozesse im Brust- oder Bauchraum, etwa Tumore oder Ergüsse, drücken auf die Lunge. Auch Vergiftungen können die Atmung direkt lähmen.

Systemische Erkrankungen zeigen sich manchmal so. Hohes Fieber, Blutarmut oder Stoffwechselentgleisungen belasten den gesamten Organismus.

Ihr Tierarzt wird alle diese Möglichkeiten in Betracht ziehen. Nur so findet er die wahre Ursache der Atemnot Ihres Tieres.

Erste Hilfe und Transport: So handeln Sie im Notfall

Im Notfall zählt jede Minute – Ihr richtiges Verhalten kann lebensrettend sein. Wenn Ihr Stubentiger Anzeichen zeigt, müssen Sie sofort handeln.

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Panik hilft niemandem. Ein kühler Kopf und eine klare Abfolge von Schritten sind jetzt entscheidend.

Dieser Abschnitt führt Sie durch die wichtigsten Maßnahmen. Sie lernen, wie Sie Ihre Katze sicher zum Tierarzt bringen.

Warum jede Atemnot ein tierärztlicher Notfall ist

Ein offensichtlicher Sauerstoffmangel ist immer lebensbedrohlich. Der Grund ist einfach: Der Körper Ihres Tieres kann nicht mehr richtig funktionieren.

Zellen und Organe werden nicht ausreichend versorgt. Dieser Zustand verschlechtert sich oft rapide.

„Selbst wenn die Symptome zwischenzeitlich nachlassen, ist die Gefahr nicht gebannt. Eine Atemnot erfordert immer eine professionelle Diagnose.“

Mögliche Ursachen wie ein akuter Asthma-Anfall oder eine dekompensierte Herzerkrankung sind ernst. Nur der Tierarzt kann die nötige Sauerstoff-Versorgung und Stabilisierung einleiten.

Warten Sie nicht ab. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Praxis oder den tierärztlichen Notdienst.

Erste Hilfe bei Katzen Atemnot

Stress vermeiden: Der richtige Transport zum Tierarzt

Aufregung verschlimmert die Symptome Ihrer Katze. Sprechen Sie deshalb mit ruhiger, beruhigender Stimme.

Vermeiden Sie laute Geräusche und hektische Bewegungen. Bereiten Sie die Transportbox vor, bevor Sie Ihr Tier holen.

Ein vorheriger Anruf bei der Praxis ist wichtig. So kann sich das Team auf Ihren Notfall einstellen.

Wartezeiten werden minimiert. Legen Sie ein vertrautes Handtuch in die Box.

Führen Sie Ihre Samtpfote behutsam hinein. Ziehen Sie sie nicht heraus, wenn sie sich versteckt.

Während der Fahrt sollten Sie ruhig bleiben. Leise, beruhigende Musik kann helfen.

Was Sie dem Tierarzt beschreiben sollten

Ihre genaue Schilderung ist für die Diagnose goldwert. Beschreiben Sie, was Sie beobachtet haben.

Imitieren Sie das Atemmuster oder machen Sie Geräusche nach. Nennen Sie den genauen Beginn der Probleme.

Gibt es einen möglichen Auslöser? Neue Reinigungsmittel, Staub oder ein verschluckter Fremdkörper sind wichtige Hinweise.

Hat Ihr Tier Husten gezeigt? Bestehen andere Infektionen? Teilen Sie alle Details mit.

Der Tierarzt wird zunächst lebensrettende Erstmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört meist die Gabe von Sauerstoff über eine Maske.

Manchmal ist eine milde Sedierung nötig, um das Tier zu entlasten. Bei Verdacht auf ein Lungenödem können Entwässerungs-Medikamente verabreicht werden.

Geben Sie niemals eigenmächtig Arzneimittel. Sie könnten den Zustand verschlechtern. Vertrauen Sie auf die Expertise der Fachleute.

Ihre aufmerksame Beobachtung und schnelles Handeln bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung.

Diagnose beim Tierarzt: So wird die Ursache gefunden

Nachdem Sie Ihre Katze sicher zum Tierarzt gebracht haben, beginnt der entscheidende diagnostische Prozess. Das Ziel ist klar: die genaue Ursache für die Atemnot zu identifizieren.

Nur mit einer präzisen Diagnose kann die richtige Therapie eingeleitet werden. Der Ablauf folgt meist einem bewährten Schema.

Zuerst steht die Stabilisierung des Tieres im Vordergrund. Dann folgt eine gründliche klinische Untersuchung.

Abschließend kommen oft weiterführende Verfahren zum Einsatz. Dieser strukturierte Ansatz sichert das Wohl Ihrer Samtpfote.

Erstversorgung: Sauerstoff und Stabilisierung

Bei akuter Atemnot handelt der Tierarzt sofort. Die lebenswichtige Sauerstoffversorgung wird hergestellt.

Ihr Tier kommt dafür oft in eine Sauerstoffbox oder erhält eine Maske. Dies lindert die schlimmste Not.

Manchmal sind Infusionen nötig. Sie stabilisieren den Kreislauf und gleichen Flüssigkeitsverluste aus.

In sehr schweren Fällen kann eine milde Sedierung helfen. Sie reduziert Angst und den extrem hohen Energieverbrauch durch die Atemanstrengung.

Geben Sie niemals eigenmächtig Medikamente. Dies könnte den Zustand verschlimmern. Vertrauen Sie den Experten.

Diese Erstmaßnahmen sind rein unterstützend. Sie bekämpfen nicht die Ursache, sondern gewinnen wertvolle Zeit für die Diagnose.

Diagnose Atemnot Katze Tierarzt

Die klinische Untersuchung: Abhören von Herz und Lunge

Ist Ihr Tier stabil, beginnt die gezielte Suche. Der Tierarzt hört Herz und Lunge mit einem Stethoskop ab.

Diese Auskultation liefert erste, entscheidende Hinweise. Abnormale Geräusche weisen auf bestimmte Probleme hin.

Ein Rasseln oder Knacken in der Lunge deutet auf Flüssigkeit hin. Ein mögliches Lungenödem wird so erkannt.

Pfeifende oder giemende Geräusche sind typisch für verengte Bronchien. Sie können auf Asthma hindeuten.

Herzgeräusche oder einen unregelmäßigen Rhythmus nimmt der Tierarzt ebenfalls wahr. Dies lenkt den Verdacht auf eine Herzerkrankung.

Die allgemeine Untersuchung schließt die Schleimhäute, die Temperatur und den Bauchraum ein. So erhält der Arzt ein umfassendes Bild.

Weiterführende Diagnostik: Röntgen und andere Verfahren

Oft sind bildgebende Verfahren der nächste Schritt. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Thorax) ist hier Standard.

Sie macht die inneren Strukturen sichtbar. Der Tierarzt kann die Größe und Form des Herzens beurteilen.

Er erkennt Flüssigkeit in der Lunge oder im Brustraum. Auch Entzündungsherde oder ein Kollaps der Lunge werden sichtbar.

Blutuntersuchungen ergänzen das Bild. Sie zeigen Entzündungswerte, Organfunktionen und Hinweise auf Infektionen.

Die Kombination aus Röntgen und Blutbild ist oft der Schlüssel zur Diagnose. Sie schränkt die möglichen Ursachen stark ein.

Bei Verdacht auf eine spezielle Herzerkrankung kommt der Ultraschall zum Einsatz. Die Echokardiographie zeigt die Pumpfunktion und Herzklappen.

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Sehr selten ist eine Bronchoskopie nötig. Dabei wird ein dünner Schlauch in die Atemwege geführt.

Dies ermöglicht die direkte Inspektion und die Entnahme von Proben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Untersuchungen.

Verfahren Was wird erkannt? Wann eingesetzt?
Röntgen (Thorax) Lungenödem, Lungenentzündung, Herzgröße, Flüssigkeit im Brustraum Bei den meisten Fällen von Atemnot als erste bildgebende Maßnahme
Blutuntersuchung Entzündungen, Organversagen, Anämie, spezielle Infektionen Zur allgemeinen Gesundheitsbewertung und Ursacheneingrenzung
Herz-Ultraschall Pumpfunktion des Herzens, Klappenfehler, Herzmuskelerkrankung Bei Verdacht auf eine spezifische Herzerkrankung
Bronchoskopie Fremdkörper, Tumore, Entzündungen in den Bronchien Bei unklaren Befunden oder Verdacht auf Asthma

Jede Untersuchung bringt den Tierarzt der Ursache näher. Dieser Prozess ist systematisch und sichert eine fundierte Diagnose.

So kann die optimale Behandlung für Ihre Katze geplant werden. Die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt ist jetzt entscheidend.

Behandlung und Langzeitmanagement der Atemprobleme

Moderne Behandlungsmethoden ermöglichen es, auch chronische Atemwegserkrankungen bei Katzen effektiv zu managen. Die Therapie zielt immer auf zwei Ziele ab: die akute Not zu lindern und langfristige Schäden zu verhindern.

Ihr Tierarzt entwickelt einen Plan, der genau zur Ursache passt. So kann Ihre Samtpfote wieder beschwerdefrei atmen.

Akutbehandlung eines Asthmaanfalls

Im akuten Fall einer schweren Atemnot oder eines Asthmaanfalls ist schnelles Handeln nötig. Der Tierarzt stellt zunächst die Sauerstoff-Versorgung sicher.

Ihr Tier kommt in eine spezielle Box oder erhält eine Maske. Das lindert die schlimmste Luftnot sofort.

Parallel werden bronchienerweiternde Medikamente verabreicht. Ein Spray mit Salbutamol wirkt innerhalb von Minuten.

Es entspannt die verkrampften Muskeln in den Bronchien. Oft wird zusätzlich ein entzündungshemmendes Mittel wie Prednisolon gegeben.

Diese Kombination stoppt den akuten Anfall zuverlässig. Ihr Tier kann danach wieder normal atmen.

Asthma Behandlung Katze Inhalation

Langzeittherapie bei felinem Asthma: Inhalation und Medikamente

Für die dauerhafte Kontrolle von Asthma ist die Inhalation die moderne Methode der Wahl. Ihr großer Vorteil: Die Wirkstoffe gelangen direkt in die Lunge.

Systemische Nebenwirkungen werden minimiert. Dazu nutzt man ein Dosieraerosol mit einer speziellen Maske für die Katze.

Die regelmäßige Inhalation mit Glukokortikoiden wie Fluticason schützt die Lunge vor dauerhaften Entzündungsschäden. Sie ermöglicht eine normale Lebenserwartung.

Das Spray wird meist zweimal täglich angewendet. Bei Bedarf kommen langwirksame bronchienerweiternde Mittel wie Salmeterol hinzu.

Alternativ können auch Tabletten mit Prednisolon zum Einsatz kommen. Die Inhalation ist jedoch oft besser verträglich.

Eine konsequente Langzeittherapie ist entscheidend. Sie beugt weiteren Anfällen vor und erhält die Lebensqualität.

Behandlung von Herzerkrankungen und anderen Ursachen

Bei einer diagnostizierten Herzerkrankung steht die Entlastung des Herzens im Vordergrund. Sind Flüssigkeitseinlagerungen in der Lunge (Ödem) die Ursache, werden Entwässerungsmittel gegeben.

Sie helfen dem Körper, das überschüssige Wasser auszuscheiden. Zusätzlich stärken spezielle Herz-Medikamente die Pumpleistung.

Für andere Ursachen gelten unterschiedliche Ansätze. Bei bakteriellen Infektionen wie einer Lungenentzündung kommen Antibiotika zum Einsatz.

Gegen Parasiten wie Lungenwürmer wird eine gezielte Entwurmung durchgeführt. Mechanische Hindernisse wie Tumore oder Fremdkörper erfordern oft einen chirurgischen Eingriff.

Jede Erkrankung braucht ihre maßgeschneiderte Therapie. Ihr Tierarzt erklärt Ihnen den genauen Plan.

Unterstützende Maßnahmen für zu Hause

Sie können den Behandlungserfolg aktiv unterstützen. Vermeiden Sie alles, was die Atemwege Ihrer Katze reizen könnte.

Dazu gehören Zigarettenrauch, starke Duftsprays und Staub. Verwenden Sie staubarme Streu und lüften Sie regelmäßig.

Eine gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem Ihres Tieres. Bei Bedarf kann vorsichtige Inhalation mit heißem Wasserdampf unter Aufsicht helfen.

Schaffen Sie eine ruhige, stressarme Umgebung. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind für Katzen mit chronischen Problemen unverzichtbar.

Mit dieser Kombination aus medizinischer Behandlung und fürsorglicher Pflege meistern Sie die Herausforderung. Ihr Tier kann ein langes und erfülltes Leben führen.

Fazit: Aufmerksamkeit und schnelles Handeln sind entscheidend

Letztlich entscheiden Ihre Wachsamkeit und Ihre Reaktion über den Gesundheitsverlauf Ihrer Samtpfote. Eine auffällige Atemtätigkeit ist immer ein ernstes Alarmsignal für mögliche Atemnot.

Aufmerksame Beobachtung Ihrer Katze und unverzügliches Handeln im Notfall können lebensrettend sein. Eine tierärztliche Diagnose bildet die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung. Selbstdiagnose ist riskant.

Viele Atemprobleme, auch chronische wie Asthma, sind mit modernen Medikamenten gut behandelbar. Ihre Katze kann so eine gute Lebensqualität und normale Lebenserwartung haben.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Parasitenprophylaxe beugen einigen Ursachen vor. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl als Besitzer. Suchen Sie bei ungewöhnlichen Symptomen lieber einmal zu oft den Tierarzt auf.

FAQ

Was sind die typischen Anzeichen für Atemnot bei meiner Katze?

Sie sollten aufmerksam werden, wenn Ihre Katze mit offenem Maul atmet, eine pumpende Bewegung des Brustkorbs zeigt oder sogar die Zunge einen bläulichen Farbton annimmt. Weitere Symptome sind sehr schnelle Atmung, hörbare Geräusche wie Pfeifen oder Rasseln sowie plötzliche Teilnahmslosigkeit oder Angstsymptome.

Kann Hecheln bei meinem Stubentiger auch harmlos sein?

Ja, in manchen Fällen ist Hecheln normal. Nach intensivem Spiel oder in einer sehr warmen Umgebung kann Ihr Hund oder Ihre Katze kurzzeitig hecheln, um sich abzukühlen. Hält das Hecheln jedoch ohne ersichtlichen Grund an oder tritt in Ruhe auf, ist es ein wichtiges Anzeichen für eine Ursache wie Asthma, eine Herzerkrankung oder Stress und muss vom Tierarzt abgeklärt werden.

Welche häufigen Ursachen kann eine schwere Atmung haben?

Die Ursachen sind vielfältig. Dazu zählen Erkrankungen der Lunge wie Asthma oder eine Lungenentzündung, Probleme mit dem Herz sowie Infektionen der oberen Atemwege. Auch ein Fremdkörper in der Luftröhre, Verletzungen oder bestimmte Stoffwechselprobleme können zu Atemnot führen. Eine genaue Diagnose ist daher entscheidend.

Was muss ich im Notfall tun, wenn meine Katze keine Luft mehr zu bekommen scheint?

Bewahren Sie Ruhe und handeln Sie schnell. Jede Atemnot ist ein absoluter tierärztlicher Notfall! Vermeiden Sie zusätzlichen Stress für das Tier. Legen Sie Ihre Katze behutsam in eine Transportbox und fahren Sie umgehend in eine Tierarzt-Praxis oder Klinik. Informieren Sie die Praxis telefonisch über den Notfall. Versuchen Sie nicht, selbst Medikamente zu geben.

Wie wird der Tierarzt die genaue Ursache feststellen?

Nach der Erstversorgung, die oft die Gabe von Sauerstoff umfasst, folgt eine gründliche Untersuchung. Der Tierarzt wird Herz und Lunge Ihres Tieres abhören. Für eine sichere Diagnose sind meist weiterführende Untersuchungen wie Röntgen-Aufnahmen des Brustkorbs notwendig. So können Erkrankungen der Atemwege oder des Herzens erkannt und gezielt behandelt werden.
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