Katze warme Ohren: Ursachen und was Sie tun können
28. Dezember 2025
Viele Tierhalter erschrecken, wenn sie beim Streicheln plötzlich warme Körperteile ertasten. Dieses Gefühl kann schnell Besorgnis auslösen.
Die Körpertemperatur Ihres Haustiers ist natürlicherweise höher als Ihre eigene. Das erklärt das Phänomen oft schon.
In der Regel ist die Ursache harmlos. Die Regulation der Körperwärme erfolgt auch über diese Körperteile.
Doch ab wann ist ein warmer Zustand ein Grund zur Sorge? Die Beobachtung des Allgemeinzustands ist hier entscheidend.
Unser Ziel ist es, Sie umfassend aufzuklären. Sie erhalten eine klare Handlungsanleitung für verschiedene Situationen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die normale Körpertemperatur von Katzen liegt über der des Menschen.
- Wärme an den Ohren hat oft ganz einfache und unbedenkliche Gründe.
- Diese Körperteile sind an der Wärmeregulierung beteiligt.
- Beurteilen Sie immer das gesamte Verhalten und Befinden Ihres Tieres.
- Bestimmte Begleitsymptome machen einen Tierarztbesuch notwendig.
- Dieser Artikel bietet einen detaillierten Überblick über mögliche Auslöser.
- Sie lernen, wann Sie handeln müssen und wann Entwarnung gilt.
Warum Katzenohren oft wärmer sind als erwartet
Die natürliche Thermoregulation führt dazu, dass sich die Ohren Ihrer Katze regelmäßig warm anfühlen.
Die normale Körpertemperatur einer gesunden Samtpfote liegt zwischen 38 und 39 Grad Celsius. Das ist deutlich höher als bei uns Menschen.
Diese erhöhte Grundtemperatur spüren Sie besonders an wenig behaarten Stellen. Dazu gehören neben den Pfoten und der Nase vor allem die Lauscher.
Die Ohren sind ein wichtiges Werkzeug für die Wärmeregulierung. Viele Blutgefäße liegen hier direkt unter der Haut.
Bei hoher Umgebungstemperatur geben die Tiere Wärme über diese Flächen ab. Bei Kälte reduzieren sie die Durchblutung, um sie warmzuhalten.
Ein leicht wärmeres Gefühl entspricht daher oft dem ganz normalen physiologischen Zustand Ihres Körpers.
Die Durchblutung kann sich auch schnell ändern. Nach einer ausgelassenen Spielrunde oder bei großer Aufregung werden die Lauscher sofort spürbar wärmer.
Dieser Mechanismus funktioniert bei allen Katzenrassen. Bei nackten Rassen wie der Sphynx ist das Phänomen natürlich optisch deutlicher.
Gelegentlich warme Körperteile sind also zunächst kein Grund zur Sorge. Sie sind ein faszinierender Teil der normalen Katzenphysiologie.
- Die Grundtemperatur von Katzen ist höher als unsere.
- Ohren helfen bei der natürlichen Körpertemperatur-Regulierung.
- Aktivität und Emotionen beeinflussen die Durchblutung sofort.
Katze warme Ohren: Wann es völlig harmlos ist
Oft haben erhöhte Temperaturen an bestimmten Körperteilen ganz simple und unbedenkliche Gründe. Bei Ihrem Haustier lassen sich heiße Ohren meist auf drei typische Kategorien zurückführen.
Diese sind: externe Wärmequellen, körperliche Aktivität und emotionale Zustände. In all diesen Fällen normalisiert sich die Temperatur von selbst wieder.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die harmlosen Auslöser:
| Kategorie | Typische Situation | Dauer der Erwärmung | Ihre empfohlene Reaktion |
|---|---|---|---|
| Wärme von außen | Liegen in der Sonne oder auf der Heizung | Bis zum Verlassen der Wärmequelle | Kühlen Rückzugsplatz anbieten |
| Körperliche Anstrengung | Ausgelassenes Spielen, Rennen, Jagen | Wenige Minuten nach der Ruhephase | Keine; abwarten bis zur Beruhigung |
| Emotionale Auslöser | Stress, Angst oder freudige Aufregung | Solange der emotionale Zustand anhält | Ruhe und Sicherheit bieten |
„Die Reaktion des Körpers auf Umweltreize ist bei Katzen unmittelbar und sichtbar – oder fühlbar.“
Wärme von außen: Sonne, Heizung & kuschelige Plätze
Die Lauscher Ihrer Samtpfote können sich direkt aufheizen. Das passiert, wenn sie in der prallen Sonne döst oder auf einem warmen Heizkörper liegt.
Die Haut an diesen Stellen ist dünn und gut durchblutet. Sie nimmt Umgebungswärme schnell auf.
Ein kuscheliges Plätzchen auf der Bettdecke oder über der Fußbodenheizung hat denselben Effekt. Hier ist die Wärmeübertragung direkt.
Bieten Sie Ihrer Fellnase bei Hitze immer einen kühlen Rückzugsort an. Achten Sie auf Warnzeichen wie starkes Hecheln oder Teilnahmslosigkeit.
Diese könnten auf einen Hitzschlag hindeuten. In einem solchen Fall ist sofortiges Handeln nötig.
Körperliche Anstrengung: Nach dem Spielen und Toben
Nach einer wilden Jagd auf das Spielzeug oder einer Rennerei durch die Wohnung ist der Kreislauf in Hochtouren. Die Bewegung kurbelt Herzschlag und Durchblutung an.
Mehr Blut fließt dann auch in die peripheren Körperregionen. Dazu gehören die Ohrmuscheln.
Das führt zu dem vorübergehend wärmeren Gefühl. Es ist ein ganz normaler physiologischer Vorgang.
Sobald Ihr Haustier zur Ruhe kommt, pendelt sich die Temperatur wieder ein. Dieser Prozess dauert meist nur wenige Minuten.
Sie müssen hier nichts weiter tun. Beobachten Sie einfach, wie sich der Zustand normalisiert.
Emotionale Auslöser: Stress, Aufregung oder Angst
Gefühle beeinflussen den Körper Ihrer Samtpfote stark. Bei Angst, Stress oder auch freudiger Erwartung schüttet er Hormone wie Adrenalin aus.
Das versetzt den Organismus in Alarmbereitschaft. Die Durchblutung steigt, und die Muskeln spannen sich an.
Diese Reaktion kann ebenfalls zu lokal wärmeren Körperteilen führen. Ein klassisches Beispiel ist die Fahrt in der Transportbox.
Auch der Besuch beim Tierarzt oder ungewohnte Gäste im Haus können diese Reaktion auslösen. Sogar die Vorfreude auf das Futter kann den Puls erhöhen.
Bieten Sie in solchen Situationen Ruhe und Sicherheit. Vermeiden Sie zusätzliche Hektik.
Zusammenfassend sind warme Ohren in diesen Szenarien ein temporäres Phänomen. Sie verschwinden von selbst, sobald der Auslöser endet.
Eine Behandlung ist nicht erforderlich. Ihre aufmerksame Beobachtung reicht völlig aus.
Warme Ohren als Warnsignal: Mögliche Erkrankungen
Wenn die Lauscher Ihres Stubentigers auch in Ruhephasen deutlich wärmer bleiben, sollten Sie aufmerksam werden. Nicht jede Erwärmung ist harmlos.
Die Unterscheidung zwischen normaler Wärmeregulierung und einem Hinweis auf eine Erkrankung ist entscheidend. Ihr aufmerksames Beobachten kann hier viel bewirken.
Anhaltend warme oder sogar heiße Ohrmuscheln können auf eine zugrundeliegende Gesundheitsstörung hindeuten. Dies gilt besonders, wenn Ihr Tier ruht und keine äußeren Auslöser erkennbar sind.
In einem solchen Fall stehen zwei Hauptverdächtige im Fokus. Dies sind Fieber als systemische Reaktion des gesamten Körpers und lokale Entzündungen direkt im Ohr.

Fieber ist ein wichtiger Schutzmechanismus. Der Organismus erhöht seine Temperatur, um sich gegen Eindringlinge zu wehren.
Auslöser sind häufig bakterielle oder virale Infektionen. Aber auch Entzündungen, zum Beispiel nach einer Bissverletzung, können Fieber verursachen.
Weitere mögliche Ursachen sind Autoimmunerkrankungen oder selten auch Vergiftungen. Die erhöhte Temperatur ist dann ein Symptom des gesamten Systems.
Ein typisches Beispiel für eine lokale Ursache ist der Befall mit Ohrmilben. Diese Parasiten lösen eine starke Reizung und Entzündung des Gehörgangs aus.
Die betroffene Stelle wird dadurch vermehrt durchblutet und fühlt sich warm an. Oft kommt starker Juckreiz hinzu.
Wichtig ist: Warme Ohren sind hier nur ein Begleitsymptom. Der Fokus muss immer auf der Gesamtverfassung Ihrer Fellnase liegen.
Beobachten Sie daher immer das gesamte Verhalten. Apathie, Appetitlosigkeit oder andere Veränderungen sind entscheidende Hinweise.
In den folgenden Abschnitten erfahren Sie detailliert, wie Sie Fieber sicher erkennen und was bei einem Verdacht auf Ohrmilben zu tun ist.
Fieber bei Katzen erkennen: Mehr als nur warme Ohren
Nicht jede Erwärmung der Ohrmuscheln deutet auf ein systemisches Problem wie Fieber hin. Für eine sichere Diagnose müssen Sie das gesamte Erscheinungsbild Ihrer Samtpfote bewerten.

Lokale Wärme ist oft harmlos. Ein anhaltendes Gefühl an verschiedenen Körperstellen zusammen mit Verhaltensänderungen ist ein viel deutlicheres Anzeichen.
Diese weiteren Symptome deuten auf Fieber hin
Die entscheidenden Begleitsymptome gehen über spürbare Wärme hinaus. Achten Sie auf diese typischen Veränderungen bei Ihrem Stubentiger.
Teilnahmslosigkeit oder Lethargie ist ein Hauptsignal. Ihr Tier wirkt abgeschlagen, schläft viel und zeigt wenig Interesse an seiner Umgebung.
Eine verringerte oder ganz eingestellte Futteraufnahme ist ein weiterer wichtiger Hinweis. Appetitlosigkeit kann schnell auftreten.
Das warme Gefühl kann sich auch an anderen wenig behaarten Stellen zeigen. Dazu gehören die Pfoten und eine trockene, warme Nase.
Das Verhalten ändert sich oft deutlich. Manche Tiere ziehen sich zurück, andere suchen vermehrt Nähe und schmiegen sich an.
Unspezifische Zeichen wie ein steifer Gang, schnelles Atmen oder Hecheln ohne vorherige Anstrengung komplettieren das Bild. Beobachten Sie Ihr Tier ganzheitlich.
Ab wann Ihre Katze Fieber hat: Die Temperatur-Grenzwerte
Die normale körpertemperatur katze liegt zwischen 38,0 und 39,2 °C. Diese Werte gelten als gesunder Bereich.
Ab 39,3 Grad Celsius spricht man von einer erhöhten Temperatur. Von Fieber bei katzen fieber ist ab 40,0 °C die Rede.
Temperaturen über 41,0 °C sind ein absoluter tierärztlicher Notfall. Diese Grenzwerte können Sie nur durch eine rektale Messung verlässlich ermitteln.
Ernste Infektionen wie Katzenseuche oder Katzenschnupfen gehen häufig mit hohem Fieber einher. Eine frühzeitige Erkennung ist daher sehr wichtig.
Wenn Sie diese Symptome und Temperaturwerte im Blick haben, können Sie besser einschätzen, ob ein Besuch in der Praxis nötig ist. Eine andere spezifische Ursache für gereizte Lauscher sind Parasiten.
Ohrmilben: Eine häufige Ursache für warme, gereizte Ohren
Wenn Ihre Samtpfote sich ständig an den Lauschern kratzt und diese sich heiß anfühlen, steckt vielleicht ein Befall mit Ohrmilben dahinter.
Der Parasit Otodectes cynotis ist ein häufiger Grund für solche Beschwerden. Besonders junge oder immunschwache Tiere sind betroffen.
Die Milben leben im Gehörgang und verursachen eine starke lokale Reizung. Der Körper reagiert mit einer Entzündung.
Diese Entzündung führt zu einer deutlich erhöhten Durchblutung der betroffenen Stelle. Genau das ist die Ursache für das spürbar wärmere bis heiße Gefühl.

Ein Befall ist für Ihr Haustier sehr unangenehm. Achten Sie auf diese klaren Anzeichen:
- Intensives und häufiges Kratzen an den Ohren
- Häufiges Kopfschütteln
- Braun-schwarzes, krümeliges Sekret in den Muscheln
- Eine gerötete und gereizte Haut im Inneren
Bei Verdacht können Sie vorsichtig mit einer Taschenlampe hineinleuchten. Sie sehen vielleicht winzige, sich bewegende dunkle Pünktchen.
„Eine parasitär bedingte Otitis erfordert immer eine gezielte Therapie. Laienhafte Eingriffe können den Zustand deutlich verschlimmern.“
Versuchen Sie niemals, die Parasiten selbst zu entfernen. Sie riskieren eine Verletzung des empfindlichen Trommelfells.
Eine zuverlässige Diagnose kann nur der Tierarzt stellen. Er untersucht das Sekret unter dem Mikroskop.
Die anschließende Behandlung erfolgt meist mit speziellen Ohrentropfen. Diese müssen über einen festgelegten Zeitraum angewendet werden.
Denken Sie daran: Ohrmilben sind hoch ansteckend. Oft müssen alle Tiere im Haushalt mitbehandelt werden.
Nach einer erfolgreichen Therapie klingt die Entzündung ab. Die Durchblutung normalisiert sich.
Dadurch verschwinden sowohl der quälende Juckreiz als auch die ungewöhnlich warmen Körperteile.
So messen Sie bei Ihrer Katze sicher Fieber
Um Gewissheit über den Gesundheitszustand Ihrer Samtpfote zu erlangen, ist eine genaue Temperaturkontrolle unerlässlich. Das bloße Fühlen der Lauscher ersetzt keine verlässliche Diagnose.
Nur eine rektale Messung bringt sichere Ergebnisse. Diese Methode gilt unter Experten als Goldstandard.
Sie gibt Ihnen einen objektiven Wert, auf dem Sie Ihre weiteren Entscheidungen basieren können. So handeln Sie stets auf Grundlage von Fakten.
Warum nur die rektale Messung verlässlich ist
Andere Methoden sind für Stubentiger ungeeignet. Das Messen im Ohr mit einem Ohrthermometer liefert oft falsche Werte.
Die Gehörgänge sind klein und gebogen. Die Messspitze erreicht selten die richtige Stelle.
Auch Messungen unter der Pfote oder im Maul sind ungenau. Sie können sogar gefährlich werden, wenn Ihr Tier sich wehrt.
Ein digitales Fieberthermometer ist die beste Wahl. Es ist schnell, hygienisch und einfach abzulesen.
Verwenden Sie es ausschließlich für diesen Zweck. Messen Sie nur bei einem starken Verdacht auf erhöhte Körpertemperatur.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Temperaturkontrolle zu Hause
Eine gute Vorbereitung macht den Vorgang für alle stressfreier. Sorgen Sie für eine ruhige Umgebung.
Holen Sie sich eine zweite Person zur Hilfe. Eine kann das Tier sicher halten, die andere führt das Thermometer.
So gehen Sie Schritt für Schritt vor:
- Bestreichen Sie die Spitze des Geräts mit Vaseline oder einem ähnlichen Gleitmittel.
- Positionieren Sie Ihre Samtpfote sicher und sanft auf einer stabilen Unterlage.
- Heben Sie den Schwanz vorsichtig an und führen Sie das Thermometer etwa einen Zentimeter rektal ein.
- Lenken Sie Ihr Tier während der Messung mit ruhiger Stimme oder einem Leckerli ab.
- Warten Sie, bis das Signal ertönt, und lesen Sie den Wert ab.
- Reinigen Sie die Spitze danach gründlich mit Desinfektionsmittel.
Widersteht Ihr Stubentiger zu sehr, brechen Sie den Versuch ab. Ein Tierarztbesuch ist dann die bessere Option.
Zwingen Sie Ihr Haustier niemals. Das riskiert Verletzungen und zerstört das Vertrauen.
Was die gemessenen Werte bedeuten
Die gemessene Temperatur muss nun korrekt interpretiert werden. Halten Sie sich an diese wissenschaftlich anerkannten Grenzwerte.
- Normalbereich: 38,0 bis 39,2 °C Grad Celsius
- Erhöhte Temperatur: Ab 39,3 °C
- Fieber: Ab 40,0 °C
- Notfall: Über 41,0 °C
Ein Wert im Normalbereich ist ein beruhigendes Zeichen. Liegt er darüber, ist Handeln gefragt.
Betrachten Sie die Zahl immer im Kontext der beobachteten Symptome. Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit verstärken die Dringlichkeit.
Notieren Sie den gemessenen Wert und die Uhrzeit. Diese Information ist für den Tierarzt sehr wertvoll.
Mit dieser sicheren Methode des Fieber Messens sind Sie bestens vorbereitet. Sie können die Körpertemperatur Ihrer Fellnase kompetent überprüfen.
Was tun, wenn die Katze warme Ohren hat? Ihre Handlungsanleitung
Mit einer klaren Handlungsanleitung navigieren Sie sicher durch die möglichen Szenarien. Ihr besonnener Umgang mit der Situation ist jetzt der beste Weg, um Ihr Tier zu unterstützen.
Diese strukturierte Entscheidungshilfe führt Sie von den ersten beruhigenden Maßnahmen bis zum klaren Erkennen eines Notfalls. So handeln Sie stets im Sinne des Wohls Ihrer Fellnase.
Erste Schritte: Beobachten, Ruhe bieten und kühle Plätze
Beginnen Sie mit ruhiger Beobachtung. Notieren Sie das allgemeine Verhalten und alle weiteren Anzeichen.
Bieten Sie Ihrer Samtpfote sofort einen ruhigen Rückzugsort an. Dieser sollte kühl, abgedunkelt und frei von Hektik sein.
Ein Platz auf dem Fliesenboden oder ein kühler Raum sind ideal. Ruhe und Schlaf können dem Körper bei der natürlichen Regulation helfen.
Stellen Sie unbedingt frisches Wasser bereit. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr beugt einer Dehydrierung vor, besonders wenn eine erhöhte Temperatur im Spiel ist.
Animieren Sie Ihr Tier jetzt nicht zum Spielen. Gönnen Sie ihr die nötige Zeit zur möglichen Erholung.

Wann Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen müssen
Bestimmte Symptome machen einen Tierarztbesuch zwingend erforderlich. Zögern Sie in diesen Fällen nicht.
Suchen Sie professionelle Hilfe auf, wenn die warmen Ohren auch in absoluten Ruhephasen anhalten. Ein dauerhaft heißes Gefühl ohne erkennbare Ursachen wie Sonne oder Spiel ist ein Warnsignal.
Ein gemessenes Fieber über 40°C ist ein klarer Indikator. Das Auftreten weiterer Beschwerden verstärkt die Dringlichkeit.
Dazu zählen Appetitlosigkeit, deutliche Apathie, Erbrechen oder Durchfall. Auch der Verdacht auf einen Parasitenbefall wie Ohrmilben gehört in die Praxis.
„Im Zweifel ist der Weg zum Tierarzt immer die sicherste Entscheidung für die Gesundheit Ihres Tieres.“
Anzeichen für einen Hitzschlag – wie starkes Hecheln, Taumeln oder Bewusstseinstrübung – erfordern sofortiges Handeln. In einem solchen Notfall zählt jede Minute.
Was Sie auf keinen Fall tun sollten (Medikamenten-Warnung)
Eine entscheidende Warnung betrifft Medikamente. Geben Sie Ihrer Fellnase niemals Fiebersenker oder Schmerzmittel aus der Humanmedizin.
Substanzen wie Ibuprofen, Paracetamol oder Aspirin sind für Katzen hochgiftig. Sie können zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen.
Eine eigenmächtige Behandlung mit kalten Umschlägen, Bädern oder Eis ist ebenfalls gefährlich. Dies kann einen gefährlichen Temperaturschock auslösen.
Der Körper Ihres Tieres könnte dadurch überreagieren. Die Folgen sind oft schwerwiegender als der ursprüngliche Zustand.
Stattdessen schildern Sie dem Tierarzt alle beobachteten Details präzise. Jede Information hilft bei der richtigen Diagnose.
Mit dieser Anleitung bewahren Sie die nötige Gelassenheit. Gleichzeitig erkennen Sie rechtzeitig, wann professioneller Rat unverzichtbar ist.
Fazit: Gelassen bleiben, aber achtsam sein
Die Gesundheit Ihrer Samtpfote richtig einzuschätzen, erfordert ein ausgewogenes Maß an Gelassenheit und Aufmerksamkeit. Warme Ohren sind in den allermeisten Fällen ein vorübergehendes und harmloses Phänomen.
Häufige Auslöser wie Sonne, ausgelassene Bewegung oder emotionaler Stress klingen von selbst wieder ab. Ihr Tier reguliert seine Körpertemperatur auf diese natürliche Weise.
Bleibt das Gefühl jedoch in Ruhe anhaltend bestehen und zeigt Ihre Katze weitere Symptome, ist Handeln angesagt. Eine verlässliche rektale Messung mit einem Thermometer gibt dann Sicherheit.
Zögern Sie bei Unsicherheit nicht, Ihren Tierarzt zu konsultieren. Geben Sie niemals Medikamente aus der Humanapotheke.
Mit diesem Wissen sind Sie bestens gerüstet, um besonnen zu reagieren und das Wohlbefinden Ihres Tieres stets im Blick zu behalten.
