Ihre Katze trinkt nicht? Erfahren Sie, was Sie tun können

28. Dezember 2025 Von chrissi Aus
katze trinkt nicht

Viele Besitzer machen sich Sorgen, wenn ihr Stubentiger kaum am Wassernapf interessiert ist.

Dieses Verhalten hat evolutionäre Gründe. Unsere Hauskatzen stammen von der afrikanischen Falbkatze ab, wo Wasser knapp war.

Ihr Körper ist effizient und deckt den Flüssigkeitsbedarf oft über feuchte Beutetiere.

Trotzdem kann es problematisch werden, wenn das Haustier nicht trinkt. Besonders nach einer Operation oder bei Krankheit ist Vorsicht geboten.

In diesem Artikel klären wir, ab wann das Verhalten bedenklich wird. Wir zeigen gesundheitliche Risiken auf und geben praktische Lösungen.

Unser Ziel ist es, Ihnen das nötige Wissen an die Hand zu geben. So können Sie die Flüssigkeitsaufnahme Ihrer Samtpfote sicherstellen.

Inhaltsverzeichnis

Wichtige Punkte im Überblick

  • Katzen sind von Natur aus trinkfaul, was auf ihre evolutionäre Herkunft zurückgeht.
  • Ein geringes Trinkverhalten kann besonders nach Operationen oder bei Erkrankungen riskant sein.
  • Anzeichen von Dehydrierung wie trockenes Zahnfleisch oder eine stehende Hautfalte ernst nehmen.
  • Ein Tierarztbesuch ist unumgänglich, wenn Ihre Samtpfote über längere Zeit keine Flüssigkeit aufnimmt.
  • Praktische Tricks wie spezielle Trinkbrunnen oder feuchtes Futter können die Aufnahme fördern.
  • Überwachen Sie das Verhalten Ihres Vierbeiners regelmäßig, um Probleme früh zu erkennen.
  • Dieser Artikel bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die Gesundheit Ihres Tieres zu schützen.

Meine Katze trinkt nicht: Wie viel Flüssigkeit ist eigentlich normal?

Um das Trinkverhalten Ihrer Samtpfote richtig einzuschätzen, müssen Sie zunächst wissen, wie viel Flüssigkeit sie überhaupt benötigt. Ein pauschaler Wert existiert nicht, da der individuelle Flüssigkeitsbedarf von mehreren Faktoren abhängt.

Dennoch gibt es eine hilfreiche Richtlinie. Diese hilft Ihnen, eine realistische Erwartung zu entwickeln.

Die Faustformel für den täglichen Wasserbedarf Ihrer Katze

Als grobe Orientierung gilt: Ein gesunder Vierbeiner benötigt täglich etwa 50 bis 55 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht.

Eine 4 kg schwere Katze hat somit einen Mindestbedarf von 200 ml Flüssigkeit am Tag. Diese Menge setzt sich aus getrunkenem Wasser und der Feuchtigkeit im Futter zusammen.

Dieser Bedarf kann steigen. Hohe Temperaturen, viel Aktivität oder eine Trächtigkeit erhöhen den Verbrauch.

Warum Katzen von Natur aus „trinkfaul“ sind

Das scheinbare Desinteresse am Wassernapf hat tiefe Wurzeln. Unsere Hauskatzen stammen von Wüstenbewohnern ab.

Ihre Vorfahren deckten den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über ihre Beute. Ein ausgeprägtes Durstgefühl war in der Natur nicht überlebenswichtig.

Dieses Erbe tragen unsere Stubentiger noch in sich. Ihr Körper ist extrem effizient in der Wassernutzung.

Der entscheidende Einfluss der Fütterung: Nassfutter vs. Trockenfutter

Die Art der Ernährung macht einen enormen Unterschied. Nassfutter besteht zu etwa 80% aus Feuchtigkeit.

Bei reinem Trockenfutter liegt dieser Wert nur bei rund 10%. Hier muss Ihr Tier den Großteil der benötigten Menge aktiv trinken.

Konkret bedeutet das: Eine 4 kg schwere Katze, die nur Trockennahrung erhält, müsste fast die gesamten 200 ml aus dem Napf aufnehmen. Bei einer Ernährung mit Nassfutter sind es oft nur 40 ml zusätzliches Wasser.

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Viele Samtpfoten decken so den Großteil ihres Bedarfs schon beim Fressen. Verweigert Ihr Vierbeiner den Napf, prüfen Sie daher immer zuerst die Fütterung.

Woran Sie erkennen, dass Ihre Katze zu wenig trinkt

Körperliche Anzeichen verraten oft mehr über den Hydrationszustand als der leere Wassernapf. Ihr Trinkverhalten allein ist nicht immer aussagekräftig.

Viel wichtiger ist es, auf subtile Signale zu achten. Diese zeigen, ob Ihr Tier mit zu wenig Flüssigkeit auskommt.

Klassische Symptome einer Dehydrierung

Eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme führt zu klaren körperlichen Veränderungen. Die Augen wirken eingefallen und verlieren ihren Glanz.

Das Zahnfleisch fühlt sich trocken und klebrig an, statt feucht und glatt. Diese Schleimhäute sind ein zuverlässiger Indikator.

Auch das Verhalten ändert sich. Ihr Vierbeiner wirkt plötzlich antriebslos und zeigt wenig Interesse am Futter.

Diese Trägheit ist ein häufiges Warnsignal. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Anzeichen zusammen.

Symptom Beschreibung Was es bedeutet
Eingefallene Augen Die Augen liegen tiefer in der Höhle, wirken matt. Der Körper verfügt über zu wenig Wasser für die Grundversorgung.
Trockenes Zahnfleisch Die Schleimhaut im Maul ist klebrig, nicht feucht. Ein direktes Zeichen für mangelnde Befeuchtung der Gewebe.
Plötzliche Trägheit Ihr Stubentiger ist ungewöhnlich apathisch und inaktiv. Der Stoffwechsel wird durch den Flüssigkeitsmangel verlangsamt.
Appetitlosigkeit Das Interesse an Futter und Leckerlis lässt stark nach. Der Körper priorisiert grundlegende Funktionen.
Konzentrierter Urin Der Urin riecht sehr intensiv und ist dunkel gefärbt. Die Nieren arbeiten auf Sparflamme, um Wasser zu sparen.

Dehydrierung Symptome Katze

Der Hautfaltentest: Eine einfache Methode für zu Hause

Der sogenannte Turgor-Test gibt schnellen Aufschluss. Sie führen ihn an der Schulter oder im Nackenbereich durch.

Ziehen Sie die Hautfalte vorsichtig nach oben. Halten Sie diese Position für etwa 30 Sekunden.

Löst sich die Falte sofort, ist der Hydrationszustand in Ordnung. Bleibt sie stehen oder geht nur langsam zurück, liegt eine Dehydrierung vor.

Bei übergewichtigen Katzen ist dieser Test weniger genau. Das Unterhautfettgewebe verfälscht das Ergebnis.

Weitere Warnsignale: Von Trägheit bis zu stark riechendem Urin

Beobachten Sie auch die Katzentoilette genau. Wenig Urin oder sehr dunkle Klumpen sind ein Alarmsignal.

Der Körper konzentriert den Harn, um Wasser zu sparen. Das führt zum charakteristischen, starken Geruch.

Einzelne Symptome können harmlos sein. Treten sie jedoch gehäuft auf, sollten Sie handeln.

Die Kombination aus trockenen Schleimhäuten, Antriebslosigkeit und verändertem Urin ist besonders aussagekräftig. Sie erfordert eine schnelle Reaktion.

Das frühzeitige Erkennen dieser Zeichen schützt vor schweren Folgen. Kontrollieren Sie Ihre Samtpfote daher regelmäßig an einem Tag.

Krankheiten ausschließen: Wenn die Trinkunlust ein Symptom ist

Die Ursache für mangelnden Durst liegt nicht immer im Verhalten, sondern kann medizinischer Natur sein. Eine plötzliche oder anhaltende Abneigung gegen Wasser ist oft ein wichtiges Warnsignal Ihres Tieres.

Bevor Sie mit praktischen Tricks beginnen, muss daher ein gesundheitlicher Grund ausgeschlossen werden. Dieser Schritt schützt Ihre Katze vor möglichen Gefahren.

Häufige Erkrankungen, die mit vermindertem Durst einhergehen

Verschiedene Krankheiten können das Durstempfinden direkt unterdrücken oder das Schlucken schmerzhaft machen. Dazu zählen zahlreiche Entzündungen.

Betroffen sein können die Mandeln, die Speiseröhre oder die Magenschleimhaut. Auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist möglich.

Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen oder die gefürchtete Katzenseuche führen häufig zu allgemeiner Schwäche und Appetitlosigkeit. Die betroffene Samtpfote vergisst dabei das Trinken.

Schwerwiegende innere Leiden zeigen sich ebenfalls durch diese Symptomatik. Die Fettleber, eine Blutvergiftung oder Bauchwassersucht sind typische Beispiele.

Ein besonderes Augenmerk gilt älteren Katzen. Bei ihnen kann das Durstzentrum im Gehirn seine Funktion verlieren.

Das natürliche Empfinden für Flüssigkeitsbedarf ist dann gestört. Ihr Vierbeiner spürt schlicht keinen Durst mehr, obwohl sein Körper Wasser braucht.

Tierarzt untersucht Katze

Warum ein Tierarztbesuch der erste Schritt sein sollte

Ein Besuch in der Praxis gibt Ihnen absolute Sicherheit. Der Tierarzt kann lebensbedrohliche Zustände früh erkennen.

Dieser Check-up hat oberste Priorität. Alle Ratschläge zum Animieren sind nur sinnvoll, wenn eine Krankheit als Ursache ausgeschlossen wurde.

Der Experte wird eine gründliche Untersuchung durchführen. Dazu gehören in der Regel:

  • Eine körperliche Allgemeinuntersuchung mit Tasten und Abhören.
  • Blutanalysen, um Organwerte und Entzündungsmarker zu prüfen.
  • Eine Urinuntersuchung, um die Konzentration und Nierenfunktion zu beurteilen.
  • Eventuell ein Ultraschall, um innere Organe bildlich darzustellen.
siehe auch:  Ihre Katze stinkt aus dem Maul? Ursachen & Hilfe

Diese Maßnahmen liefern ein klares Bild vom Gesundheitszustand. Sie müssen keine Angst vor dem Tierarztbesuch haben.

Im Gegenteil: Er ist der wichtigste Partner für das Wohl Ihres Stubentigers. Handeln Sie, sobald sich das Verhalten an einem Tag abrupt ändert oder mehrere Symptome zusammenkommen.

Erhält Ihre Katze nur Trockenfutter und nimmt zu wenig Flüssigkeit auf, ist die Gefahr für Folgeerkrankungen besonders hoch. Ein frühzeitiger Praxisbesuch kann hier schlimmeres verhindern.

Der Tierarzt bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. So gewinnen Sie die nötige Handlungssicherheit für die Pflege Ihres Lieblings.

Die schwerwiegenden Folgen, wenn Ihre Katze dauerhaft zu wenig trinkt

Die Konsequenzen einer chronischen Dehydrierung entwickeln sich oft unbemerkt, sind aber gravierend. Während Ihr Stubentiger vielleicht noch aktiv wirkt, arbeitet sein Körper bereits am Limit.

Ein dauerhafter Flüssigkeitsmangel belastet lebenswichtige Systeme. Die Schäden sind häufig schleichend und nicht mehr rückgängig zu machen.

Daher ist Vorbeugung der beste Schutz für die Gesundheit Ihres Tieres. Verstehen Sie, welche Organe besonders gefährdet sind.

Gefahren für die Nieren und die Harnwege

Die Nieren sind die ersten Opfer von zu wenig Flüssigkeit. Ihre Aufgabe ist es, das Blut zu filtern und Abfallstoffe auszuscheiden.

Dafür benötigen sie ausreichend Wasser. Bei einem Mangel wird der Urin hochkonzentriert und aggressiv.

Diese Belastung führt zu mikroskopischen Verletzungen im Nierengewebe. Über Monate oder Jahre entstehen Narben.

Das Filtervermögen der Organe nimmt unwiederbringlich ab. Dieser Prozess bleibt lange symptomlos, bis es zu spät ist.

Nierengesundheit Katze

Von Harnsteinen bis zur chronischen Niereninsuffizienz

Aus dem konzentrierten Urin kristallisieren Mineralien aus. Zuerst bildet sich feiner Harngrieß, der die Harnwege reizt.

Später verklumpen diese Kristalle zu festen Harnsteinen. Sie können die Harnröhre blockieren – ein lebensbedrohlicher Notfall.

Chronische Blasenentzündungen (FLUTD) sind eine weitere schmerzhafte Folge. Die Entzündung kann bis in die Nieren aufsteigen.

Die chronische Niereninsuffizienz (CNI) ist das Endstadium dieses Prozesses. Die geschädigten Nieren können ihre Arbeit nicht mehr verrichten.

Diese Krankheit ist nicht heilbar, nur behandelbar. Sie ist eine der häufigsten Todesursachen bei älteren Katzen.

Weitere Risiken: Verdicktes Blut, Verstopfung und Stoffwechselprobleme

Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf die Nieren. Das gesamte Kreislaufsystem leidet unter verdicktem Blut.

Das Herz muss gegen einen größeren Widerstand pumpen. Das kann zu Bluthochdruck und schlechterer Sauerstoffversorgung führen.

Der Darm entzieht dem Nahrungsbrei zu viel Wasser. Das Ergebnis ist eine hartnäckige Verstopfung.

Im schlimmsten Fall entwickelt sich ein Darmverschluss. Dieser ist ohne Operation oft tödlich.

Besonders gefährlich ist die hepatische Lipidose (Fettleber). Verweigert eine dehydrierte Katze das Futter, baut der Körper Fettreserven ab.

Die Leber wird mit diesem Prozess überfordert und versagt. Ein Elektrolytungleichgewicht kann zudem Muskeln und Nerven schädigen.

Diese Folgen zeigen sich meist erst, wenn der Schaden groß ist. Eine reine Trockenfutter-Ernährung ohne zusätzliche Aufnahme erhöht das Risiko enorm.

Die Umstellung auf Nassfutter oder andere Tricks sind daher keine Spielerei, sondern essentielle Vorsorge. Beobachten Sie Ihre Katze an jedem Tag aufmerksam.

Praktische Tipps: So animieren Sie Ihre Katze zum Trinken

Die gute Nachricht: Oft helfen schon kleine Veränderungen im Alltag, um die Wasseraufnahme Ihrer Samtpfote zu steigern. Mit den richtigen Tipps und Tricks wird das Trinken animieren zu einem einfachen Spiel.

Jedes Tier hat individuelle Vorlieben. Probieren Sie verschiedene Methoden aus, um die perfekte Form für Ihren Vierbeiner zu finden.

Die Grundlagen: Richtiger Napf und optimaler Standort

Beginnen Sie mit der Basis. Das Material des Wassernapfs beeinflusst den Geschmack.

Wählen Sie Napfe aus Keramik, Edelstahl oder Glas. Vermeiden Sie Kunststoff, da er Gerüche abgibt und die Flüssigkeit verunreinigen kann.

Der Standort ist ebenso wichtig. Stellen Sie den Behälter nie direkt neben den Fressnapf oder das Katzenklo.

Platzieren Sie ihn an einem ruhigen, aber frequentierten Ort. Mehrere Wasserstellen im Haushalt erhöhen die Chancen, dass Ihre Samtpfote vorbeischaut.

Wasserqualität und -präsentation verbessern

Frisches Wasser ist ein großer Anreiz. Wechseln Sie den Inhalt täglich und reinigen Sie den Napf gründlich.

Verwenden Sie dafür kein Spülmittel. Lassen Sie chlorhaltiges Leitungswasser vorher einige Zeit stehen.

So verdunstet der unerwünschte Geruch. Probieren Sie auch stilles Mineralwasser aus, falls Ihr Vierbeiner es bevorzugt.

Katzen Trinkbrunnen

Fließendes Wasser nutzen: Vom Wasserhahn zum Trinkbrunnen

Viele Katzen lieben fließendes Wasser. Es wirkt frischer und weckt ihre Neugier.

Ein spezieller Trinkbrunnen ist die beste Lösung. Wählen Sie ein Modell aus Keramik und reinigen Sie es regelmäßig.

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Die leise Pumpe imitiert einen natürlichen Bach. Als einfacher Trick können Sie auch den Wasserhahn leicht tröpfeln lassen.

Beobachten Sie, ob Ihre Katze mehr trinkt, wenn das Wasser in Bewegung ist.

Flüssigkeit übers Futter zuführen: Der einfachste Trick

Der effektivste Weg ist die Nahrung. Mischen Sie einfach 1-3 Teelöffel Wasser oder ungesalzene Fleischbrühe ins Nassfutter.

So nehmen die Tiere die Flüssigkeit fast unbemerkt auf. Kombinieren Sie Trockenfutter stets mit feuchten Mahlzeiten.

Reichern Sie das Futter mit Thunfischöl an. Das verleiht einen attraktiven Geschmack und fördert die Aufnahme.

Kreative Methoden: Eiswürfel, Brühe und besondere Behälter

Seien Sie erfinderisch. Bieten Sie Ihrem Stubentiger Eiswürfel aus Fleischbrühe an.

Viele Katzen lieben es, diese zu jagen und zu lecken. Probieren Sie ungewöhnliche Behälter wie flache Schalen oder Vasen aus.

Feuchten Sie das Fell an der Schulter mit einer nassen Hand an. Oft lecken die Samtpfoten sich danach ab.

Spezielle Produkte können helfen:

  • GranataPet Suppen Kasper als schmackhafte Brühe.
  • Laktosefreie Katzenmilch für einen besonderen Genuss.

Geduld und Konsequenz sind der Schlüssel. Jede Katze hat ihren eigenen Charakter.

Beobachten Sie das Trinkverhalten und passen Sie die Tipps an. Mit der Zeit finden Sie die beste Methode, um Ihre Katze zum Trinken zu animieren.

Was tun im Notfall? Wenn Ihre Katze gar nicht mehr trinkt

Im Ernstfall zählt jede Minute, wenn Ihre Samtpfote jegliche Flüssigkeitsaufnahme verweigert. Dieser Zustand ist ein absoluter tierärztlicher Notfall.

Handeln Sie sofort, wenn Ihr Stubentiger weder Wasser noch Nassfutter annimmt. Bereits ein geringer Verlust an Körperflüssigkeit kann lebensbedrohlich werden.

Wann es gefährlich wird und sofort ein Tierarzt nötig ist

Ein Notfall liegt vor, wenn Ihre Katze komplett aufhört zu trinken und zu fressen. Schon der Verlust von 15% der Körperflüssigkeit kann tödlich enden.

Begleitsymptome beschleunigen die Krise massiv. Fieber, Erbrechen oder Durchfall steigern den Wasserverlust enorm.

Der Körper trocknet in kurzer Zeit aus. Ohne Wasserzufuhr überleben die Tiere nur wenige Tage.

Beobachten Sie Ihr Haustier genau an diesem Tag. Kombinierte Warnzeichen erfordern sofortiges Handeln.

Notfall Tierarzt Katze

Zögern Sie nicht, die Praxis anzurufen. Jede verlorene Stunde verschlechtert die Prognose.

Der Tierarzt muss die Ursache klären. Nur so kann eine gezielte Behandlung beginnen.

Maßnahmen für den akuten Fall (unter tierärztlicher Anleitung)

In der Wartezeit bis zum Praxisbesuch bewahren Sie Ruhe. Bieten Sie Ihrer Katze frisches Wasser in einem sauberen Napf an.

Vermeiden Sie hektische Bewegungen. Stress verschlimmert den Zustand oft.

Unter tierärztlicher Anleitung kann im äußersten Notfall Wasser vorsichtig verabreicht werden. Dies geschieht mit einer Spritze ohne Kanüle.

Gehen Sie dabei extrem behutsam vor:

  • Füllen Sie lauwarmes Wasser oder Elektrolytlösung in die Spritze.
  • Positionieren Sie Ihre Katze sicher, am besten zu zweit.
  • Tropfen Sie die Flüssigkeit seitlich ins Maul, nie direkt in den Rachen.
  • Lassen Sie dem Vierbeiner Zeit zum Schlucken.

Diese Zwangsmaßnahme ist sehr stressig. Sie ist kein Ersatz für eine professionelle Behandlung.

Sie dient nur der Überbrückung, bis der Experte hilft. Verzichten Sie darauf, wenn Sie unsicher sind.

Wichtig: Bei Bewusstlosigkeit oder Krämpfen geben Sie nichts ein. Bringen Sie Ihr Tier sofort in die Praxis.

Mit der richtigen Reaktion gewinnen Sie wertvolle Zeit. Ihr besonnener Umgang kann lebensrettend sein.

Fazit: Mit Geduld und den richtigen Tricks zum Erfolg

Mit den richtigen Methoden und einer Portion Geduld können Sie die Trinkgewohnheiten Ihres Stubentigers positiv beeinflussen. Die natürliche Trinkfaulheit unserer Samtpfoten ist ein evolutionäres Erbe. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Nassfutter deckt bereits einen Großteil des Flüssigkeitsbedarfs.

Kombinieren Sie dies mit geschickt platzierten Wasserquellen, wie einem Trinkbrunnen. So schaffen Sie die Grundlage für eine zuverlässige Versorgung. Jedes Tier hat individuelle Vorlieben. Beobachten Sie Ihren Vierbeiner und bleiben Sie geduldig.

Bei anhaltenden Problemen ist der Tierarzt der erste Ansprechpartner. Mit den praktischen Tipps aus diesem Artikel unterstützen Sie aktiv die Gesundheit Ihrer Samtpfote. Probieren Sie verschiedene Tricks aus, bis Sie die passende Lösung finden.

Ausreichend Flüssigkeit ist essenziell für ein langes und vitales Leben Ihrer Katze.

FAQ

Wie viel sollte meine Katze pro Tag trinken?

Eine einfache Faustregel besagt, dass Ihre Samtpfote pro Kilogramm Körpergewicht etwa 50 Milliliter Flüssigkeit benötigt. Bei einem Gewicht von vier Kilogramm sind das also rund 200 ml täglich. Ein Großteil dieses Bedarfs kann bereits durch die Gabe von hochwertigem Nassfutter gedeckt werden.

Woran erkenne ich, dass mein Tier dehydriert ist?

Es gibt klare Warnsignale. Ziehen Sie vorsichtig eine Hautfalte am Nacken hoch. Verstreicht diese nicht sofort, ist das ein Hinweis. Weitere Symptome sind Teilnahmslosigkeit, trockene Schleimhäute oder sehr konzentrierter, stark riechender Urin. Beobachten Sie das Trinkverhalten genau.

Können Krankheiten der Grund für mangelnden Durst sein?

Ja, absolut. Vermindertes Trinken kann ein Symptom für verschiedene Erkrankungen sein, darunter Probleme mit den Nieren, Diabetes oder Zahnschmerzen. Ein zeitnaher Besuch beim Tierarzt ist entscheidend, um schwerwiegende gesundheitliche Ursachen auszuschließen oder früh zu behandeln.

Was sind die Risiken, wenn meine Katze dauerhaft zu wenig Flüssigkeit aufnimmt?

Ein chronischer Flüssigkeitsmangel belastet den Organismus stark. Die größten Gefahren sind die Bildung von Harnsteinen, Harnwegsinfekte und die Entwicklung einer chronischen Niereninsuffizienz. Auch Verdauungsprobleme wie Verstopfung können eine Folge sein.

Mit welchen Tricks kann ich meine Katze zum Trinken animieren?

Probieren Sie verschiedene Methoden aus. Viele Stubentiger lieben fließendes Wasser, ein spezieller Trinkbrunnen kann Wunder wirken. Stellen Sie mehrere Näpfe im Haus auf und nutzen Sie breite, flache Schalen. Sie können auch die Flüssigkeitszufuhr über das Futter steigern, indem Sie etwas Wasser oder ungewürzte Brühe untermischen.

Wann muss ich sofort mit meiner Katze zum Tierarzt?

Wenn Ihre Samtpfote über 24 Stunden gar keine Flüssigkeit mehr zu sich nimmt, ist das ein akuter Notfall. Besonders in Kombination mit Erbrechen, völliger Apathie oder dem Verweigern von Futter ist sofortige tierärztliche Hilfe erforderlich, um lebensbedrohliche Folgen zu verhindern.
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