Katze Fieber Symptome: Erkennen und richtig reagieren

28. Dezember 2025 Von chrissi Aus
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Wenn sich Ihr Stubentiger anders verhält als sonst, machen Sie sich vielleicht Sorgen. Die Körpertemperatur unserer vierbeinigen Freunde unterscheidet sich von der menschlichen.

Dieses Wissen ist entscheidend, um zu beurteilen, ob Ihr Liebling möglicherweise erhöhte Werte hat. Ein solcher Zustand muss nicht immer auf eine schwere Krankheit hindeuten.

Oft steckt nur eine harmlose Erkältung dahinter. In diesem Artikel führen wir Sie durch die Welt der Körpertemperatur bei Haustieren.

Sie lernen, die subtilen Anzeichen zu deuten und erfahren, wann es Zeit für professionelle Hilfe ist. Wir klären auf, ab welcher Messung in Grad von einem kritischen Zustand gesprochen wird.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Sie lernen die typischen Anzeichen für eine erhöhte Temperatur bei Ihrer Samtpfote sicher zu erkennen.
  • Sie verstehen, warum dieser Zustand eine wichtige Schutzfunktion des Körpers sein kann und wann er gefährlich wird.
  • Sie kennen den Unterschied zwischen normaler Temperatur, erhöhten Werten und Fieber.
  • Sie wissen, ab welchem Messwert in Grad Celsius von Fieber gesprochen wird und wann Lebensgefahr besteht.
  • Sie erhalten eine Anleitung zur sicheren Messung mit einem digitalen Thermometer.
  • Sie bekommen einen Überblick über häufige Ursachen, von Infektionen bis zu Entzündungen.
  • Sie erfahren, wie Sie mit Ruhe und Kühlung Erste Hilfe leisten können und warum Humanmedikamente tabu sind.

Fieber bei Katzen: Eine wichtige Schutzfunktion des Körpers

Der Körper Ihrer Samtpfote verfügt über ausgeklügelte Mechanismen zur Temperaturregulation. Eine erhöhte Körpertemperatur ist nicht immer ein Zeichen von Schwäche. Oft ist sie ein gezieltes Werkzeug des Immunsystems.

Dieser Zustand hilft, Eindringlinge wie Viren zu bekämpfen. Es ist eine natürliche Abwehrreaktion Ihres Tieres.

Normale Körpertemperatur vs. Fieber: Der entscheidende Unterschied

Die normale Körperinnentemperatur bei Katzen liegt zwischen 38 und 39 Grad Celsius. Dieser Wert ist grundsätzlich höher als beim Menschen. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern die Regel.

Von Fieber, oder fachsprachlich Pyrexie, spricht man bei einer gehirngesteuerten Sollwert-Erhöhung. Der Hypothalamus im Gehirn setzt den Temperatur-Sollpunkt aktiv herauf. Dies geschieht oft als Reaktion auf eine Infektion.

Eine erhöhte Temperatur nach wildem Spiel ist meist harmlos. Hier handelt es sich um eine vorübergehende Überwärmung. Der Körper gibt die Wärme durch Gefäßerweiterung wieder ab.

Fieber hat eine immunstärkende Wirkung und unterstützt die Abwehrkräfte im Kampf gegen Krankheitserreger.

Hyperthermie oder Pyrexie? Wärme von außen vs. Reaktion von innen

Die Unterscheidung ist für die richtigen Maßnahmen entscheidend. Pyrexie ist eine aktive, innere Reaktion des Immunsystems. Der Körper produziert gezielt mehr Wärme, um sich zu wehren.

Hyperthermie entsteht passiv durch äußere Ursachen. Dazu zählen hohe Umgebungstemperaturen, Stress oder große Anstrengung. Die Wärmeabgabe ist hier ungenügend.

Bei echter Pyrexie arbeitet die Abwehr Ihres Tieres effizienter. Es ist ein Schutzmechanismus. Bei Hyperthermie fehlt dieser schützende Nutzen. Hier muss der Körper gekühlt werden.

Verstehen Sie diesen Unterschied, können Sie besonnen handeln. So leisten Sie im Ernstfall die beste Hilfe für Ihren vierbeinigen Freund.

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Ab wann hat meine Katze Fieber? Die entscheidenden Werte

Ein genauer Blick auf das Thermometer verrät, ob Ihr Haustier Unterstützung benötigt. Konkrete Zahlen bieten Sicherheit in einer besorgniserregenden Situation.

Sie helfen, eine gemessene Körpertemperatur richtig einzuordnen. So vermeiden Sie unnötige Panik oder gefährliches Zögern.

Körpertemperatur Katze Werte

Die normale Körpertemperatur Ihrer Samtpfote

Für Ihre Samtpfote gilt ein anderer Regelbereich als für Sie selbst. Die normale Körpertemperatur bei Katzen liegt zwischen 38 und 39 Grad Celsius.

Dieser Wert kann im Tagesverlauf natürlichen Schwankungen unterliegen. Abendliche Werte sind oft etwas höher als morgens.

Solche kleinen Unterschiede sind meist kein Alarmzeichen. Sie gehören zur gesunden Regulation des Organismus.

Grad Celsius: Wann wird es kritisch und lebensgefährlich?

Ab 39,2 Grad Celsius spricht man definitiv von Fieber. Dieser präzise Schwellenwert markiert den Beginn einer aktiven Abwehrreaktion.

Bei Temperaturen über 41 Grad wird es akut gefährlich. Hier besteht Lebensgefahr durch mögliche dauerhafte Hirnschäden.

Ab etwa 43 Grad Celsius kann Fieber bei Katzen tödlich enden. Solche Extremwerte erfordern sofortige tierärztliche Hilfe.

Eine erhöhte Körpertemperatur ist immer ein Symptom. Die zugrunde liegende Krankheit muss ein Tierarzt diagnostizieren.

Ihre Aufgabe ist die richtige Einschätzung der gemessenen Grad-Zahl. Handeln Sie besonnen, wenn die Werte die kritischen Grenzen erreichen.

Katze Fieber Symptome: So erkennen Sie, dass Ihr Tier krank ist

Ihr vierbeiniger Begleiter zeigt plötzlich keine Freude mehr am Spielen und wirkt abgeschlagen. Solche Veränderungen sind oft die ersten Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Das frühzeitige Erkennen dieser Signale ist für den Behandlungserfolg entscheidend.

Katze Fieber Symptome erkennen

Ihre Aufmerksamkeit kann helfen, eine mögliche Krankheit rechtzeitig zu identifizieren. Beobachten Sie Ihr Tier genau, sowohl in seinem Verhalten als auch an seinem Körper.

Offensichtliche Anzeichen: Mattigkeit, Zittern und Appetitlosigkeit

Ein mattes Allgemeinbefinden ist ein sehr häufiges Symptom. Ihre Samtpfote wirkt müde und zeigt wenig Interesse an ihrer Umgebung. Die gewohnte Aktivität und Neugier bleiben aus.

Zittern am ganzen Körper kann ebenfalls auftreten. Dies ist oft eine Reaktion auf die erhöhte Körpertemperatur.

Ein sinkender Appetit oder sogar völlige Futterverweigerung sind wichtige Indikatoren. Gleichzeitig kann der Wasserverlust durch vermehrtes Trinken ausgeglichen werden. Manchmal verweigern Katzen aber auch jegliche Flüssigkeit.

Körperliche Hinweise: Heiße Ohren, schnelle Atmung und Teilnahmslosigkeit

Fühlen Sie vorsichtig an den Ohren und Pfoten Ihres Lieblings. Ungewöhnlich warme Stellen können ein körperlicher Hinweis sein. Eine heiße Nase ist dagegen ein ungenauer Indikator.

Achten Sie auf die Atmung. Eine beschleunigte Atmung liegt vor, wenn deutlich mehr als 40 Atemzüge pro Minute gezählt werden. Normal sind 20 bis 40.

Teilnahmslosigkeit und Bewegungsunlust komplettieren das Bild. Prüfen Sie auch auf Dehydration. Heben Sie vorsichtig eine Hautfalte im Nacken an. Verstreicht sie nur langsam, fehlt Flüssigkeit.

Die Schleimhäute im Maul sollten feucht und rosig sein. Trockene, klebrige Schleimhäute sind ein Warnsignal für starken Wassermangel.

Alarmsignale, die sofort einen Tierarztbesuch erfordern

Einige Anzeichen erlauben kein Zögern. Fieber über 41 Grad Celsius ist ein absolutes Alarmsignal. Hier besteht akute Lebensgefahr.

Schwere Atembeschwerden oder deutliche Atemnot erfordern sofortige professionelle Hilfe. Das Gleiche gilt für Bewusstseinsstörungen wie Verwirrung oder Bewusstseinsverlust.

Starke Schmerzen, die sich durch Lautäußerungen oder eine gekrümmte Haltung zeigen, sind ernst. Auch Begleiterscheinungen wie anhaltendes Erbrechen oder Durchfall verschlimmern den Zustand.

Bei diesen Symptomen müssen Sie umgehend den Tierarzt aufsuchen. Eine schnelle Reaktion kann für Ihre Katze lebensrettend sein.

So messen Sie Fieber bei Ihrer Katze richtig und sicher

Eine genaue Messung der Körpertemperatur ist der Schlüssel, um den Gesundheitszustand Ihres Tieres objektiv einzuschätzen. Nur mit einem verlässlichen Thermometer erhalten Sie den exakten Wert in Grad Celsius.

Dieser bildet die Grundlage für jede weitere Entscheidung. Wir zeigen Ihnen die präziseste Methode und warnen vor ungenauen Alternativen.

Fieber bei Katzen messen

Die rektale Messung mit dem digitalen Thermometer: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die rektale Methode gilt unter Experten als Goldstandard. Sie misst die Körpertemperatur direkt im Körperkern. Verwenden Sie ein digitales Fieberthermometer mit flexibler Spitze.

Befolgen Sie diese Regeln für eine sichere Messung:

  • Bereiten Sie alles vor: Thermometer, Gleitgel oder Vaseline und ein Leckerli zur Belohnung.
  • Bitten Sie eine zweite Person, Ihre Katze sanft aber sicher zu halten. Das minimiert Stress.
  • Fetten Sie die Spitze des Fieberthermometers gut ein.
  • Heben Sie den Schwanz Ihrer Samtpfote behutsam an.
  • Führen Sie das Gerät langsam und vorsichtig etwa einen Zentimeter ein.
  • Warten Sie auf den Signalton. Halten Sie Ihr Tier währenddessen ruhig.
  • Lesen Sie den Wert ab und reinigen Sie das Thermometer gründlich.

Die Reaktion Ihres Lieblings ist normalerweise kurz und das Prozedere schnell überstanden. Der gewonnene Wert gibt Ihnen absolute Klarheit.

Alternative Methoden: Ohrthermometer und ihre Ungenauigkeit

Infrarot-Ohrthermometer versprechen bequemere Anwendung. Sie halten das Gerät einfach an das Ohr Ihrer Samtpfote. Die Temperatur wird innerhalb Sekunden gemessen.

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Doch Vorsicht ist geboten. Die Ergebnisse sind oft stark verfälscht.

Haare im Gehörgang, Ohrenschmalz oder eine falsche Positionierung des Geräts verhindern eine exakte Anzeige. Die Abweichung kann mehrere Grad betragen.

Zudem besteht ein Verletzungsrisiko für das empfindliche Trommelfell. Wattestäbchen oder ungeeignete Geräte haben im Ohr Ihrer Katze nichts verloren.

Für eine erste grobe Einschätzung mag ein Ohrthermometer genügen. Eine verlässliche Diagnose lässt sich so jedoch nicht stellen.

Kann man Fieber auch ohne Thermometer erkennen?

Manchmal ist kein Fieberthermometer zur Hand. Dann können körperliche Hinweise einen ersten Anhaltspunkt geben. Fühlen Sie vorsichtig an den Ohren und Pfoten.

Ungewöhnliche Wärme an diesen Stellen kann ein Indiz sein. Auch ein warmer Bauch oder eine trockene Nase werden oft genannt.

Beobachten Sie zudem das Verhalten. Teilnahmslosigkeit und verminderter Appetit sind weitere Signale.

Diese Methoden ersetzen jedoch niemals eine exakte Messung. Sie sind unzuverlässig und subjektiv. Heiße Ohren können auch von einem Sonnenplatz stammen.

Bei Verdacht auf Fieber Katze ist der Griff zum digitalen Thermometer daher unerlässlich. So handeln Sie besonnen und zum Wohl Ihres Körpers.

Mögliche Ursachen: Was hinter dem Fieber stecken kann

Fieber ist kein eigenständiges Leiden, sondern immer die Folge eines anderen Prozesses im Organismus. Ihre Samtpfote zeigt mit der erhöhten Temperatur, dass ihr Körper gegen etwas ankämpft.

Die Ursachen dafür sind vielfältig. Sie reichen von häufigen Infektionen bis zu komplexen Erkrankungen.

Zu verstehen, was den Zustand auslösen kann, hilft Ihnen, die Situation besser einzuschätzen. Es unterstreicht auch, warum eine tierärztliche Diagnose so wichtig ist.

Ursachen für Fieber bei Katzen

Häufige Auslöser: Infektionen durch Bakterien, Viren und Parasiten

Die mit Abstand häufigste Ursache sind Infektionen. Krankheitserreger dringen in den Körper ein und lösen eine Abwehrreaktion aus.

Man unterscheidet verschiedene Typen:

  • Bakterielle Infektionen: Streptokokken oder Chlamydien können Atemwege, Harnwege oder Wunden befallen.
  • Virale Erkrankungen: Dazu zählen schwere Infektionen wie FIV (Katzenaids), FIP oder FeLV (Leukose). Auch die Erreger des Katzenschnupfens (Herpes- und Caliciviren) oder Parvoviren sind mögliche Gründe.
  • Parasitäre Befälle: Lungenwürmer oder Toxoplasmose können systemisch wirken und Fieber verursachen. Seltener sind systemische Pilzerkrankungen.

Der Kontakt mit anderen infizierten Tieren ist ein Hauptübertragungsweg. Eine einzelne Infektion kann also viele Ursachen haben.

Weitere Gründe: Entzündungen, Autoimmunerkrankungen und Tumore

Nicht immer stecken Keime dahinter. Auch nicht-infektiöse Prozesse können die Temperatur in die Höhe treiben.

Entzündungen innerer Organe sind ein klassisches Beispiel. Dazu gehören eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), eine Lungenentzündung oder eitrige Abszesse.

Diese Entzündungen verursachen oft starke Schmerzen und machen das Tier deutlich krank.

Seltenere Gründe sind Autoimmunerkrankungen. Dabei bekämpft das Immunsystem fälschlicherweise den eigenen Körper.

Beispiele sind Pemphigus oder Lupus. Auch Neoplasien, also Tumore, können als Ursache infrage kommen.

Vergiftungen durch Giftstoffe sind ein weiterer, ernster Auslöser. Die erhöhte Temperatur ist hier ein Symptom der Vergiftung.

Warum Freigänger ein erhöhtes Risiko haben

Für Freigänger gelten besondere Risiken. Ihr Lebensstil bringt sie mit mehr Gefahrenquellen in Kontakt.

Der regelmäßige Austausch mit anderen Tieren erhöht die Chance auf ansteckende Erkrankungen. Auch die Exposition gegenüber Parasiten wie Zecken und Flöhen ist größer.

Kämpfe sind eine häufige Ursache für Verletzungen. Biss- und Kratzwunden können tiefe, bakterielle Infektionen und Abszesse verursachen.

Diese heilen oft nicht von allein und führen zu anhaltendem Fieber. Der Zugang zu Giftstoffen oder verdorbenem Futter im Freien stellt eine weitere Gefahr dar.

Als Grundregel gilt daher: Für Freigänger sind regelmäßige Impfungen und eine konsequente Parasitenprophylaxe besonders wichtig. Diese Maßnahmen beugen vielen Ursachen wirksam vor.

Erste Hilfe: Was Sie tun können, um Ihrer Katze schnell zu helfen

Sofortmaßnahmen zu Hause schaffen Erleichterung und bereiten den Weg zum Tierarzt vor. Entdecken Sie bei Ihrem Liebling erhöhte Temperatur, ist besonnenes Handeln gefragt.

Die richtigen Schritte lindern Schmerzen und beugen Komplikationen vor. Sie stabilisieren den Zustand, bis professionelle Hilfe verfügbar ist.

Erste Hilfe bei Katze Fieber

Konzentrieren Sie sich auf drei Kernbereiche. Diese sind Ruhe, sanfte Kühlung und die Sicherung der Flüssigkeitszufuhr.

Ruhe, Kühlung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Bieten Sie Ihrer Samtpfote einen ruhigen Rückzugsort. Ein verdunkelter, kühler Raum ohne Zugluft ist ideal.

Vermeiden Sie laute Geräusche und hektische Bewegungen. Dies senkt den Stresspegel und unterstützt die Reaktion des Körpers.

Die Temperatur kann sanft gesenkt werden. Legen Sie feuchte, kühle Tücher für kurze Zeit auf die Pfotenballen.

Verwenden Sie kein eiskaltes Wasser. Ein zu starker Kältereiz kann schaden.

Frisches Trinkwasser muss immer verfügbar sein. Manche Tiere bevorzugen eine flache Schale oder fließendes Wasser.

Bei Trinkverweigerung helfen Sie vorsichtig nach. Geben Sie mit einer Spritze ohne Nadel kleine Mengen lauwarme Flüssigkeit seitlich ins Maul.

Verdünnte spezielle Katzenmilch kann die Akzeptanz erhöhen. Dieser Schritt verhindert eine lebensbedrohliche Dehydration.

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Maßnahme Durchführung Ziel
Ruhe schaffen Ruhigen, abgedunkelten Raum bereitstellen. Stressquellen entfernen. Energie sparen und den Heilungsprozess unterstützen.
Sanfte Kühlung Feuchte, kühle Tücher auf die Pfoten legen (max. 10 Minuten). Die Körpertemperatur behutsam und lokal senken.
Flüssigkeitszufuhr sichern Frisches Wasser anbieten. Bei Verweigerung vorsichtig per Spritze verabreichen. Dehydration vorbeugen und den Kreislauf stabilisieren.
Überwachung Verhalten und Temperatur im Auge behalten. Notieren Sie Werte über 39,2 Grad. Frühzeitige Verschlechterung erkennen und dem Tierarzt melden.

Was Sie auf keinen Fall tun dürfen: Warnung vor Humanmedikamenten

Ein absolutes Tabu sind Arzneimittel aus Ihrer Hausapotheke. Medikamente für Menschen sind für Katzen oft hochgiftig.

Substanzen wie Paracetamol oder Ibuprofen führen zu schwersten Vergiftungen. Schon eine kleine Dosis kann tödliches Organversagen auslösen.

Die Gabe von fiebersenkenden Mitteln darf ausschließlich der Tierarzt nach genauer Diagnose entscheiden. Selbstversuche gefährden das Leben Ihres Tieres.

Verabreichen Sie niemals Aspirin oder andere frei verkäufliche Schmerzmittel. Auch scheinbar harmlose Hustensäfte oder Salben können gefährlich sein.

Alle genannten Erste-Hilfe-Maßnahmen dienen nur der Überbrückung. Sie ersetzen keine professionelle Behandlung.

Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Nur er kann die Ursache der erhöhten Temperatur feststellen und die richtige Behandlung einleiten.

Ihre schnelle und besonnene Hilfe zu Hause ist wertvoll. Sie ist der erste Schritt auf dem Weg zur Genesung.

Der Weg zum Tierarzt: Diagnose und professionelle Behandlung

Nach den ersten Hilfsmaßnahmen zu Hause ist der fachkundige Rat eines Tierarztes unverzichtbar. Nur eine professionelle Diagnose kann die genaue Ursache der erhöhten Körpertemperatur aufdecken.

Dies legt den Grundstein für eine wirksame Behandlung. Der Praxisbesuch bringt Sicherheit und leitet die gezielte Therapie für Ihre Samtpfote ein.

Was erwartet Sie in der Praxis? Untersuchung und Diagnostik

Der Tierarzt beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Er fragt nach beobachteten Anzeichen, der Dauer und dem Verhalten Ihres Tieres.

Diese Anamnese liefert erste wichtige Hinweise. Anschließend folgt eine gründliche Allgemeinuntersuchung.

Der Experte tastet den Körper ab, hört Herz und Lunge ab und prüft die Schleimhäute. So erhält er einen umfassenden Eindruck vom Gesundheitszustand.

Oft sind weitere Untersuchungen nötig, um die Diagnose zu sichern. Dazu zählen:

  • Blutuntersuchung: Sie zeigt Entzündungswerte, Organfunktionen und Hinweise auf bestimmte Erkrankungen.
  • Bildgebende Verfahren: Röntgen oder Ultraschall machen Verletzungen, Tumore oder Entzündungen innerer Organe sichtbar.
  • Kot- oder Urinuntersuchung: Sie weisen Parasiten, Bakterien oder Probleme der Harnwege nach.

Diese Methoden helfen, zwischen bakteriellen Infektionen, viralen Problemen oder anderen Krankheiten zu unterscheiden.

Tierarzt Diagnose Behandlung Katze

Mögliche Medikamente: Von Antibiotika bis zu fiebersenkenden Mitteln

Die gewählte Behandlung richtet sich strikt nach der festgestellten Grunderkrankung. Der Tierarzt verschreibt gezielte Medikamente.

Gängige Wirkstoffgruppen sind:

  • Antibiotika: Sie bekämpfen bakterielle Infektionen, etwa bei Wunden oder Harnwegsproblemen.
  • Virostatika: Diese Mittel hemmen die Vermehrung von Viren bei spezifischen Erkrankungen.
  • Antiparasitika & Antimykotika: Sie wirken gegen Würmer, Einzeller oder Pilzbefall.
  • Immunsuppressiva: Bei Autoimmunerkrankungen dämpfen sie die überaktive Abwehrreaktion.

Bei Bedarf kann der Tierarzt spezielle fiebersenkende Mittel (Antipyretika) verabreichen. Diese senken die Temperatur schonend und kontrolliert.

Gegen Schmerzen werden geeignete Schmerzmittel eingesetzt. Sie steigern das Wohlbefinden Ihres Tieres.

Bei starkem Flüssigkeitsverlust ist eine Infusionstherapie oft lebenswichtig. Sie stabilisiert den Kreislauf und beugt weiteren Komplikationen vor.

Die Prognose hängt von der zugrunde liegenden Krankheit ab. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Heilungschancen erheblich.

Folgen Sie den tierärztlichen Anweisungen genau. Verändern Sie die Dosierung der Medikamente niemals eigenmächtig.

Setzen Sie Antibiotika immer wie verordnet bis zum Ende ab. So vermeiden Sie Resistenzen und einen Rückfall.

Ein ruhiges, stressfreies Umfeld zu Hause unterstützt die Genesung. Mit professioneller Hilfe und Ihrer Fürsorge kommt Ihre Samtpfote wieder auf die Pfoten.

Fazit: Besonnen handeln für die Gesundheit Ihrer Katze

Abschließend lässt sich festhalten, dass Vorbereitung und Wissen im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen. Fieber ist immer ein Symptom und keine eigenständige Krankheit. Die genaue Ursache muss daher von einem Tierarzt abgeklärt werden.

Die korrekte Messung der Körpertemperatur und das Erkennen von Anzeichen ermöglichen ein schnelles Handeln. Die Gründe können von harmlosen Infektionen bis zu ernsten Erkrankungen reichen.

Bis zum Praxisbesuch helfen Ruhe, sanfte Kühlung und ausreichend Wasser. Humanmedikamente sind strikt tabu und können lebensgefährlich sein.

Besonnenes und informiertes Vorgehen schützt die Gesundheit Ihrer Samtpfote. Mit diesem Wissen sind Sie gut gerüstet, um Ihrer Katze im Fall der Fälle die bestmögliche Hilfe zu geben.

FAQ

Wie merke ich, dass meine Samtpfote eine erhöhte Körpertemperatur hat?

Sie bemerken oft Verhaltensänderungen. Ihr Tier wirkt schlapp, frisst nicht und sucht vermehrt kühle Plätze auf. Körperlich können heiße Ohren, eine trockene Nase und ein schneller Puls Hinweise sein. Bei diesen Anzeichen ist eine genaue Kontrolle mit einem Thermometer ratsam.

Ab welcher Temperatur muss ich mit meinem Tier zum Arzt?

Eine Körpertemperatur über 39,2 °C gilt als Fieber. Spätestens ab 40 °C wird es gefährlich, und ab 41 °C besteht akute Lebensgefahr. Bei solch hohen Werten oder wenn Ihr Liebling stark apathisch ist, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Kann ich meiner kranken Katze ein Mittel aus meiner Hausapotheke geben?

Nein, das ist absolut gefährlich. Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol sind für Menschen gedacht und für Katzen hochgiftig. Sie können schwere Verletzungen innerer Organe verursachen. Lassen Sie die Behandlung immer von einem Fachmann entscheiden.

Wie messe ich die Temperatur bei meinem Haustier richtig?

Die zuverlässigste Messung erfolgt rektal mit einem digitalen Thermometer. Beruhigen Sie Ihr Tier, verwenden Sie Gleitgel und führen Sie die Spitze vorsichtig ein. Ohrthermometer sind oft ungenau. Wenn Sie kein Gerät zur Hand haben, deuten die genannten körperlichen Symptome auf ein Problem hin.

Warum haben Freigänger ein höheres Risiko, Fieber zu bekommen?

Freigänger kommen häufiger mit Ursachen wie Infektionen (z.B. Katzenschnupfen), Biss-Wunden von Kämpfen oder Parasiten in Kontakt. Diese können Entzündungen auslösen, gegen die das Immunsystem mit einer erhöhten Körpertemperatur reagiert.

Was kann ich zu Hause tun, um meinem kranken Tier zu helfen?

Bieten Sie Ruhe, frisches Wasser und einen kühlen, ruhigen Liegeplatz an. Sie können feuchte Tücher auf die Pfoten legen. Wichtig ist, die Flüssigkeitszufuhr im Auge zu behalten. Diese Erste Hilfe ersetzt aber keinen Tierarztbesuch für eine Diagnose.

Welche Untersuchungen führt der Veterinär durch, um die Ursache zu finden?

Neben der allgemeinen Untersuchung von Ohren und Körper sind oft Bluttests nötig. Diese zeigen Entzündungswerte oder Infektionen. Je nach Verdacht können auch Röntgen oder Ultraschall folgen, um Tumore oder innere Verletzungen auszuschließen.
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